Urlaub in Kroatien – Supetar auf der Insel Brac

Wer den Reiz der Adria erleben möchte, der muss nicht unbedingt Italien als Reiseziel wählen. Eines der schönsten Länder rund um das Adriatische Meer ist Kroatien, das immer mehr auch zum Urlaubsland für deutsche Touristen geworden ist. Dabei setzt das kleine Land nicht auf Massentourismus und touristische Hochburgen, sondern auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Natur und Menschen. So macht das Unberührte und Wilde der Natur einen Teil des Reizes aus, den Kroatien auf seine Gäste ausübt.

Kroatien ist ein Land voller Kontraste. Hier findet man kleine verträumte Buchten und Fischerhäfen, über 700 Inseln, von denen nur etwa ein Zehntel bewohnt ist, kristallklares Wasser an den Stränden, Gebirge und Ebenen sowie pulsierende Städte. In Kroatien ist ein Urlaub auf einer einsamen Insel genauso möglich wie Kuraufenthalte in Heilbädern, die Besichtigung von Schlössern, Badeurlaub, Wandern, Fischen oder Jagen.

Die bevölkerungsreichste und zugleich drittgrößte Insel der Adria ist Brac an der Ostküste. Sie befindet sich damit in der Region Dalmatien, der man nachsagt, eine der schönsten des Landes zu sein. Eine atemberaubende Küste und Traumstrände sowie eine beeindruckende Insellandschaft verhalfen ihr zu diesem Ansehen.

Brac selbst ist berühmt und bekannt geworden durch das “Goldene Horn”, eine 300 Meter langes Sandhorn, das senkrecht ins Meer hineinragt und gleichzeitig als der schönste Strand der Insel überhaupt gilt. Die Insel hat eine Fläche von knapp 400 Quadratkilometern und ist vor allem in den Küstenbereichen besiedelt. Wichtigstes Touristenzentrum ist die Stadt Bol – die älteste der Küstenstädte. Steil über ihr ragen die Gipfel des Gebirges auf, von deren höchstem Berg, dem “Vidova Gora” aus man einen wunderbaran Ausblick über die Insel hat.

Die Insel Brac steht auf weißem Kalkstein, den nicht nur die Römer zu schätzen wussten. Er wurde unter anderem auch im Berliner Reichstagsgebäude und sogar im Weißen Haus verarbeitet.

Supetar, die Hauptstadt der Insel, erhielt ihren Namen vom Heiligen Petrus, dem eine kleine Kirche geweiht war. Seit Römerzeiten siedelten Menschen in dieser Gegend, verließen sie wieder und kamen im späten Mittelalter hierher zurück. Lebten die Bewohner des kleinen Fischereistädtchens anfangs nur von der Landwirtschaft, kamen rasch auch Fischerei und Handel als Erwerbszweige hinzu. Heute ist der Tourismus eine der Hauptwirtschaftszweige des Ortes.

Supetar ist über eine Fährverbindung von Split aus in etwa 50 Minuten zu erreichen. Wie ein Schal legt sich die Stadt um die hufeisenförmige Bucht St. Petrus und bietet dem Gast ein Bild, wie man es von den Küstenstädten Kroatiens selten gewohnt ist.

Palmen, Zypressen und Kiefernwälder beherrschen das Landschaftsbild. Die Pinienhaine reichen oft bis an die Kies- oder Sandstrände heran und spenden in den heißen Sommern wohltuenden Schatten. Die flach abfallenden Strände Supetars sind vor allem für Familien mit Kindern hervorragend geeignet. Ebenso findet man in Supetar wildromantische Felsstrände und Buchten vor.

Die bezaubernde Altstadt mit ihren kleinen Gassen, Geschäften, Tavernen und Cafes lädt zum Bummeln ein. Über der Bucht herrscht die weiße Kuppel des Mausoleums der Familie Petrinovic, das sich auf dem Friedhof befindet. Unterhalb findet man Überreste der römischen “villae rustica”. Ebenso gehören die kleine Kirche St. Martin oder die Pfarrkirche zu den sehenswürdigkeiten der Stadt.

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